Checkliste Pflegeimmobilien: Wurde die Nettorendite nach allen Kosten ermittelt?

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Die Nettorendite zeigt die reale Ertragskraft einer Pflegeimmobilie nach Abzug aller laufenden Kosten. Diese Kennzahl ist entscheidend, um die tatsächliche Wirtschaftlichkeit richtig einzuordnen. Sie berücksichtigt nicht nur die Einnahmen, sondern auch die nicht umlagefähigen Betriebskosten sowie Instandhaltung und Verwaltung. Durch eine realistische Berechnung vermeiden Investoren, dass eine anfangs gut wirkende Bruttorendite später enttäuscht.

Erfassen Sie alle jährlichen Kosten, um einen umfassenden Überblick über Ihre Finanzen zu erhalten. Dazu zählen Verwaltungskosten, Rücklagen, Versicherungen und mögliche Leerstandsrisiken.

  • Jahresmiete abzüglich Kosten rechnen. Dadurch entsteht die Nettomiete, die tatsächlich beim Investor bleibt.
  • Nettorendite berechnen. Formel ist Nettomiete geteilt durch Kaufpreis.

Beispiel: Eine Immobilie erzielt 11.000 Euro Jahresmiete. Abzüglich 2.500 Euro Kosten bleiben 8.500 Euro Nettomiete. Bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro ergibt sich eine Nettorendite von 3,4 %.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, auch regelmäßige Modernisierungskosten realistisch einzukalkulieren. Besonders Bestandsobjekte können die Nettorendite stärker beeinflussen als erwartet.

Häufig gestellte Fragen

Das Verhältnis vom Kaufpreis zur Kaltmiete (ohne Nebenkosten) nennt man Bruttomietrendite. Unter Nettomietrendite versteht man das Verhältnis vom Kaufpreis plus Kaufnebenkosten (Notar,…) zur Kaltmiete abzüglich der Kosten für die Verwaltung sowie der Rücklagen für die Instandhaltung der Pflegeimmobilie.
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Bruttomietrenditen von 4 bis 6 % pro Jahr sind bei Pflegeapartments ein üblicher Orientierungswert. Diese Werte variieren je nach Standortqualität, Bonität des Betreibers, Laufzeit des Pachtvertrags, Indexierung und Zustand des Objekts.
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Beim Kauf einer Pflegeimmobilie entstehen Nebenkosten für Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten. Maklergebühren fallen bei Neubau-Pflegeimmobilien nicht an. Lediglich beim Wiederverkauf über einen Makler können zusätzliche Kosten entstehen. 
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Sie ergibt sich aus dem Verhältnis von Kaufpreis, Jahresmiete und laufenden Kosten. Grundlage sind die Brutto- und Nettomietrendite, die den Ertrag im Verhältnis zur Gesamtinvestition darstellen. Zusätzlich wird oft der jährliche Kapitalüberschuss betrachtet, also die Miete abzüglich Finanzierung und Ausgaben.
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Instandhaltungs- und Reparaturkosten, Verwaltungskosten, Gebäudereinigung, Versicherungen sowie Nebenkosten für Energie und Wasser anfallen. Diese Kosten variieren je nach Betreiber, Vertragsgestaltung und Objektzustand. 
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In der Regel übernimmt der Betreiber die laufenden Betriebskosten und kleinere Instandhaltungen, größere Maßnahmen können vertraglich geregelt sein. Eine klare vertragliche Zuordnung schützt Investoren vor unvorhergesehenen Kosten und sorgt für Planungssicherheit.
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Für die Hausverwaltung entstehen pro Monat Kosten in Höhe von ca. 15,- bis 30,- EUR. Bei einem Betrag von 30,- EUR im Monat sollten allerdings die Kosten für eine jährliche Objektbegehung und regelmäßiges Bilanzen-/Betreiberscreening inklusive sein. Als Instandhaltungsrücklage werden pro Jahr (je nach Beschluss der Eigentümerversammlung) in etwa 100,- bis 200,- EUR zurückgelegt.
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