Checkliste Pflegeimmobilien: Wurde die Bruttorendite berechnet?
Die Bruttorendite zeigt die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit des Objekts, bevor Kosten oder Steuern berücksichtigt werden. Sie hilft Investoren schnell einzuschätzen, ob der Kaufpreis zu den erwarteten Mieteinnahmen passt. Die Kennzahl ist einfach zu berechnen und eignet sich für den ersten Vergleich mehrerer Objekte. Gerade bei Pflegeimmobilien ist die Aussagekraft hoch, da die Miete langfristig vertraglich gesichert ist.
- Jahresmiete feststellen. Grundlage ist die vertraglich vereinbarte Miete, nicht die theoretische Marktmiete.
- Bruttorendite berechnen. Formel ist Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis.
- Vergleich mit Marktwerten durchführen. Bruttorenditen zwischen vier und fünf Prozent gelten in vielen Regionen als üblich, je nach Standort und Baujahr auch darüber oder darunter.
Beispiel: Kostet eine Pflegeimmobilie 250.000 Euro und erzielt 11.000 Euro Jahresmiete, beträgt die Bruttorendite 4,4 %.
Unser Tipp: Die Bruttorendite ist ein guter erster Filter. Man sollte sich nicht allein auf sie verlassen, da laufende Kosten, Finanzierung und Steuern die tatsächliche Rendite stark beeinflussen können.
