Pflegeimmobilien-Checklist: Wurde der Zustand der Immobilie geprüft?
Der bauliche Zustand entscheidet über Sicherheit, Betriebskosten und Instandhaltungsaufwand. Investoren sollten die Immobilie genau prüfen, um teure Überraschungen zu vermeiden. Neubauten haben meist aktuelle Standards, doch Abnahmeprotokolle und Gewährleistungen müssen geprüft werden.
1. Außenbereich kontrollieren:
Dach, Fassade, Fenster, Balkone und Terrassen auf Schäden untersuchen. Bei Neubauten prüfen Sie Abnahmeprotokolle und eventuelle Nachbesserungen.
2. Haustechnik überprüfen:
Sanitär-, Elektro- und Heizungsanlagen müssen funktionsfähig und normgerecht sein.
3. Innenräume prüfen:
Bodenbeläge
In Pflegeimmobilien sollten Böden rutschfest, pflegeleicht und langlebig sein. Typische Materialien sind Vinyl, Linoleum oder spezielle Pflegebeläge. Bei älteren Gebäuden sind oft Teppiche oder Holzfußböden verbaut, die höheren Wartungsaufwand oder Austauschbedarf haben. Prüfen Sie, wie stark die Böden abgenutzt sind, ob es Unebenheiten gibt oder Stolperfallen entstehen können.
Wände und Oberflächen
Wände sollten pflegeleicht, stoßfest und hygienisch sein. Farben oder Oberflächen müssen oft den Anforderungen der Reinigung und Desinfektion entsprechen. Bei Bestandsobjekten erkennt man oft, dass Wände in Gemeinschaftsbereichen stärker abgenutzt oder beschädigt sind. Kleinere Schäden können schnell Hinweise auf größere strukturelle Probleme geben (Feuchtigkeit, Risse, Schimmelrisiko).
Türen und Durchgänge
Türen sollten breit genug für Rollstühle sein, leicht zu öffnen und sicher schließen. Bei älteren Objekten müssen Türen manchmal nachgerüstet werden, z. B. automatische Türöffner oder barrierefreie Anpassungen. Das ist ein häufiger Kostenfaktor, der leicht übersehen wird.
Gemeinschaftsbereiche
Aufenthaltsräume, Flure, Speisesäle und Therapieflächen müssen funktional, gut belichtet und barrierefrei sein. Investoren sollten prüfen, ob Möblierung, Beleuchtung und Belüftung den Anforderungen einer Pflegeeinrichtung entsprechen. Ein schlecht gestalteter Flur oder dunkler Aufenthaltsraum kann die Attraktivität für Bewohner und Betreiber mindern.
Sanitärbereiche
Badezimmer, Toiletten und Duschen müssen barrierefrei, rutschfest und hygienisch sein. In Bestandsobjekten müssen oft Sanitärräume modernisiert werden, z. B. durch bodengleiche Duschen oder Haltegriffe. Bei Neubauten lohnt ein genauer Blick auf die Materialqualität und Wartungsfreundlichkeit.
4. Sicherheitsstandards kontrollieren:
Notrufsysteme, Rauchmelder, Steckdosen, Beleuchtung und ggf. Aufzüge müssen den aktuellen Vorschriften entsprechen. Prüfen Sie, ob alle Leitungen sichtbar, sicher und modern sind, ob Smart-Home- oder Notrufsysteme funktionieren und gewartet werden.
Unser Tipp: Ein unabhängiger Gutachter kann versteckte Mängel erkennen, die für Investoren oft entscheidend sind. Bei Neubauten lohnt die Prüfung von Abnahmeprotokollen und Gewährleistungsfristen.
