Pflegeimmobilien-Checklist: Liegt ein aktueller Energieausweis vor?

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Die Energieeffizienz einer Immobilie wirkt sich direkt auf die Betriebskosten aus, insbesondere bei Pflegeimmobilien mit hohem Energiebedarf. Für Investoren ist dies ein entscheidender Faktor bei der Kalkulation der Rendite. Neubauten erfüllen oft höhere Standards, aber auch hier lohnt ein genauer Blick auf Werte, Technik und Fördermöglichkeiten.

 

1. Energieausweis prüfen:

Fordern Sie einen gültigen Energieausweis an und prüfen Sie den Energiekennwert. Hohe Verbrauchswerte deuten auf veraltete Technik oder unzureichende Dämmung hin.

 

2. Heizungs- und Haustechnik analysieren:

Art und Zustand von Heizungsanlage, Lüftung, Warmwasserbereitung und anderen Haustechniken beeinflussen die Energiekosten erheblich. Bei Neubauten prüfen Sie, ob die Technik energieeffizient und modern ist.

 

3.Sanierungsbedarf ermitteln:

Bestandsimmobilien: Prüfen Sie, welche Maßnahmen den Energieverbrauch reduzieren könnten. Neubauten: Prüfen Sie, ob die Immobilie Fördermöglichkeiten oder KfW-Standards erfüllt.

 

4. Langfristige Betriebskosten kalkulieren:

Erstellen Sie eine Prognose der Energie- und Heizkosten, sowohl für Bestand als auch Neubau. Dies ist wichtig für Renditeberechnungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Beispiel für die Betriebskosten einer Pflegeimmobilie:

Eine Bestandsimmobilie mit 60 Pflegeplätzen (Baujahr 1990, letzte Sanierung 2010):

  • Heizung / Energie: 60.000 € (hoher Verbrauch durch alte Heizungsanlage)
  • Wasser / Abwasser: 12.000 €
  • Gebäudeversicherung: 8.000 €
  • Instandhaltung / Reparaturen: 25.000 € (inklusive Fenster, Türen, kleinere Sanierungen)
  • Hausmeister / Reinigung / Müllentsorgung: 35.000 €
  • Gesamt: 140.000 € pro Jahr → ca. 1.167 € pro Platz


Bei einem Neubau mit 60 Plätzen (Baujahr 2025, KfW-Effizienzhaus, moderne Haustechnik):

  • Heizung / Energie: 30.000 € (moderne Wärmepumpe, energieeffizient)
  • Wasser / Abwasser: 10.000 €
  • Gebäudeversicherung: 7.500 €
  • Instandhaltung / Reparaturen: 5.000 € (garantierte Bauqualität, noch keine Abnutzung)
  • Hausmeister / Reinigung / Müllentsorgung: 35.000 €
  • Gesamt: 87.500 € pro Jahr → ca. 730 € pro Platz

Hinweis: Die dargestellten Zahlen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Es handelt sich um beispielhafte, gerundete Durchschnittswerte und nicht um die Betriebskosten einer konkreten Pflegeimmobilie.

Fazit für Investoren:

  • Bestandsimmobilien haben zwar oft niedrigere Kaufpreise, verursachen aber häufig höhere laufende Kosten.
  • Neubauten verursachen zwar meist höhere Anschaffungskosten, dafür fallen die Betriebskosten deutlich geringer aus und die Wartung ist besser planbar.
  • Die Energieeffizienz und der Technikstand haben den größten Einfluss auf die Betriebskosten und somit auf die Rendite.

 

Unser Tipp: Besonders bei großen Einrichtungen lohnt sich ein Vergleich der Energiekosten pro Quadratmeter. Effiziente Technik kann schnell Zehntausende Euro pro Jahr einsparen.

Häufig gestellte Fragen

Bei Pflegeimmobilien wird häufig nur die Fläche des eigenen Apartments angegeben. Gemeinschaftsflächen wie Flure, Aufenthaltsräume oder Therapiebereiche werden jedoch nicht auf die einzelne Einheit angerechnet. Dadurch erscheint die Gesamtfläche für den Eigentümer kleiner, obwohl das Gebäude insgesamt größer ist.
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Die Nachfrage nach Pflegeplätzen bestimmt, wie schnell Apartments vermietet werden und wie stabil die Pachtzahlungen sind. Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einem großen Anteil älterer Menschen bieten langfristig bessere Auslastung und Planungssicherheit für Investoren.
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Es werden der Anteil älterer Menschen in der Region, insbesondere der Altersgruppe ab 65 Jahren, sowie Prognosen zum demografischen Wandel analysiert. Ein hoher Anteil potenziell Pflegebedürftiger deutet auf eine stabile Nachfrage und eine langfristige Auslastung hin.
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Die Verteilung der Pflegegrade zeigt, wie viele Bewohner welche Pflegeleistungen benötigen. Sie hat Einfluss auf die Höhe der Pachteinnahmen, den Betreuungsaufwand und die Rentabilität der Pflegeimmobilie, da höher eingestufte Pflegebedürftige in der Regel höhere Leistungen und somit auch höhere Zahlungen erfordern.
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Vergleichen Sie die bestehenden Pflegeeinrichtungen in der Umgebung hinsichtlich der Bettenzahl, der Auslastung, der verfügbaren Plätze, der Preise und der angebotenen Standards. 
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Neubauten in der Umgebung können das Angebot an Pflegeplätzen erhöhen und damit die Konkurrenz stärken. Das ist vor allem dann relevant, wenn die Region keinen steigenden Pflegebedarf hat. In Wachstumsregionen entsteht dadurch jedoch meist kein Nachteil, da der zusätzliche Bedarf die neuen Plätze oft auffängt. Schließungen von Einrichtungen reduzieren das Angebot. Das erhöht die Auslastung anderer Häuser in der Region, was sich positiv auf die langfristige Vermietungssicherheit auswirken kann. Schließungen liegen meist an wirtschaftlicher Schwäche des Betreibers oder an veralteten Gebäudestandards und nicht am Standort selbst.
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Bereits im Vorfeld wird sowohl der Bedarf als auch der Standort der Pflegeimmobilie durch ein aufwendiges Gutachten beurteilt. Nur bei aktuellem und zukünftig zu erwartendem Bedarf wird ein Pflegeheim gebaut. Ob es sich um eine städtische Pflegeeinrichtung handelt oder der Betreiber sich für einen ruhigeren Standort entscheidet ist Geschmackssache.
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