Pflegeimmobilien-Checklist: Baujahr und Sanierungsjahr bekannt?

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Der Zustand der Bausubstanz, die vorhandene technische Ausstattung und der Modernisierungsbedarf einer Pflegeimmobilie lassen sich in der Regel am besten anhand des Baujahrs einschätzen. Für Investoren ist entscheidend, wie viel Geld kurzfristig in die Immobilie investiert werden muss und ob der Standard den heutigen Anforderungen an Pflegeeinrichtungen entspricht. Bei Neubauten ist das Baujahr natürlich aktuell. Es lohnt sich jedoch, einen Blick auf die Fertigstellungsqualität, die Abnahmeprotokolle und mögliche Mängel während der Bauphase zu werfen.

 

1. Baujahr prüfen:

Bei Bestandsobjekten lässt sich so abschätzen, welche Teile der Immobilie bereits modernisiert wurden und wo bald Instandsetzungen anstehen könnten. Bei Neubauten gibt das Fertigstellungsjahr Orientierung für Garantiefristen, Bauqualität und geplante Nachbesserungen.

 

2. Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen prüfen:

Prüfen Sie Protokolle vergangener Sanierungen wie Dach, Fassade, Haustechnik, Fenster und Heizungsanlagen. Bei Bestandsobjekten ist das entscheidend, um kurzfristige Investitionskosten realistisch einzuschätzen. Neubauten sollten auf geplante Ausstattungsänderungen oder ergänzende Modernisierungen untersucht werden.

 

3. Technische Standards abgleichen:

Vergleichen Sie die vorhandene Bausubstanz und Haustechnik mit heutigen Anforderungen an Pflegeeinrichtungen, wie z.B. Barrierefreiheit, Brandschutz, Notrufsysteme und Energieeffizienz. Unterschiede zwischen Neubau und Bestand können erhebliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

4. Zukünftiger Instandhaltungsbedarf:

Erstellen Sie eine realistische Prognose für die nächsten 5–10 Jahre. Auch bei Neubauten können Wartungskosten für Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik oder Garantiearbeiten anfallen.

 

Unser Tipp: Lassen Sie sich alle Protokolle zu Sanierungen oder Bauabnahmen geben. Bei Neubauten lohnt ein technisches Abnahmeprotokoll durch einen Gutachter, um versteckte Mängel zu erkennen, bevor die Immobilie in Betrieb geht.

Häufig gestellte Fragen

Bei Pflegeimmobilien wird häufig nur die Fläche des eigenen Apartments angegeben. Gemeinschaftsflächen wie Flure, Aufenthaltsräume oder Therapiebereiche werden jedoch nicht auf die einzelne Einheit angerechnet. Dadurch erscheint die Gesamtfläche für den Eigentümer kleiner, obwohl das Gebäude insgesamt größer ist.
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Die Nachfrage nach Pflegeplätzen bestimmt, wie schnell Apartments vermietet werden und wie stabil die Pachtzahlungen sind. Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einem großen Anteil älterer Menschen bieten langfristig bessere Auslastung und Planungssicherheit für Investoren.
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Es werden der Anteil älterer Menschen in der Region, insbesondere der Altersgruppe ab 65 Jahren, sowie Prognosen zum demografischen Wandel analysiert. Ein hoher Anteil potenziell Pflegebedürftiger deutet auf eine stabile Nachfrage und eine langfristige Auslastung hin.
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Die Verteilung der Pflegegrade zeigt, wie viele Bewohner welche Pflegeleistungen benötigen. Sie hat Einfluss auf die Höhe der Pachteinnahmen, den Betreuungsaufwand und die Rentabilität der Pflegeimmobilie, da höher eingestufte Pflegebedürftige in der Regel höhere Leistungen und somit auch höhere Zahlungen erfordern.
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Vergleichen Sie die bestehenden Pflegeeinrichtungen in der Umgebung hinsichtlich der Bettenzahl, der Auslastung, der verfügbaren Plätze, der Preise und der angebotenen Standards. 
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Neubauten in der Umgebung können das Angebot an Pflegeplätzen erhöhen und damit die Konkurrenz stärken. Das ist vor allem dann relevant, wenn die Region keinen steigenden Pflegebedarf hat. In Wachstumsregionen entsteht dadurch jedoch meist kein Nachteil, da der zusätzliche Bedarf die neuen Plätze oft auffängt. Schließungen von Einrichtungen reduzieren das Angebot. Das erhöht die Auslastung anderer Häuser in der Region, was sich positiv auf die langfristige Vermietungssicherheit auswirken kann. Schließungen liegen meist an wirtschaftlicher Schwäche des Betreibers oder an veralteten Gebäudestandards und nicht am Standort selbst.
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Bereits im Vorfeld wird sowohl der Bedarf als auch der Standort der Pflegeimmobilie durch ein aufwendiges Gutachten beurteilt. Nur bei aktuellem und zukünftig zu erwartendem Bedarf wird ein Pflegeheim gebaut. Ob es sich um eine städtische Pflegeeinrichtung handelt oder der Betreiber sich für einen ruhigeren Standort entscheidet ist Geschmackssache.
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